Review zu KING RICHARD mit Will Smith – ab 19. Mai im Heimkino

Darum geht’s in KING RICHARD

KING RICHARD basiert auf der wahren Geschichte von Richard Williams (Will Smith), dem Vater der legendären Tennisspielerinnen Venus (Saniyya Sidney) und Serena Williams (Demi Singleton). Mit seinem unerschütterlichen Ehrgeiz, aber vor allem mit seiner grenzenlosen Liebe ebnet Richard seinen Töchtern den Weg an die Weltspitze im Tennis. Täglich muss er enorme Hindernisse überwinden, denn Compton, Kalifornien ist normalerweise nicht der Ort, der Tennis-Champions hervorbringt. So wehrt sich Richard tapfer gegen die Gangs, die den örtlichen Tennisplatz als ihr Revier beanspruchen, trainiert mit seinen Mädchen unermüdlich die Feinheiten eines Spiels, das er selbst nie gespielt hat, und kämpft permanent gegen die uralten Grenzlinien von Rasse und Klasse für eine faire Chance. Denn er glaubt fest daran: Seine Töchter sind zu Großem bestimmt.

Zum Trailer geht’s hierlang… 

Review zum Heimkinostart

Will Smith ist seit der Oscar-Verleihung wegen seines Backpfeifen-Skandals in aller Munde. Darum soll es bei dieser Review nicht gehen. 

Unter der Regie von Reinaldo Marcus Green und aus der Feder des Drehbuchautors Zach Baylin spielt der Film in einer Zeit, in der die Straßen von Compton von Schießereien dominiert werden und die Polizei eine ständige Bedrohung darstellt. Die Schlägerei von Rodney King wird im Fernsehen immer wieder gezeigt. 

In KING RICHARD spielt Hollywoodstar Will Smith den Vater der Tennislegenden Venus und Serena Williams, der damals selbst ein bekannter Promi-Vater war. Es ist ein Film über die Anfänge der Beiden in der überwiegend weißen Tenniswelt der 1990er Jahre –  aber aus der Perspektive ihres Vaters erzählt. 

KING RICHARD ist ein geradliniges Drama mit einer vorhersehbaren, aber befriedigenden Wendung. Es ist die altbewährte Geschichte des Underdogs, die besonders bei Sportfilmen gut funktioniert. Die Welt des Tennissports und die damit verbundenen Vorurteile passen wunderbar in dieses dramaturgische Konzept. Hier existiert eine Welt voller Stereotypen mit einem Hauch von Satire: Die Country-Clubs mit ihren Pools und Luxus-Burgern, das Tenniscamp von Rick Macci, das Haus, in dem die Williams wohnen, während sie trainieren: All das steht – nicht zu Unrecht – für die Priviligierten des gesamten Sports. 

Die Story gewinnt an emotionaler Fahrt als Venus nicht mehr vom Vater fremdgesteuert wird – und anfängt selbst Entscheidungen über sich selbst, ihren Wert und ihre Zukunft zu treffen. Im Film findet ab diesem Punkt eine Kräfteverschiebung statt: Vom Vater zur Tochter, vom Manager zum Star. In dem legendären Spiel im Jahr 1994 wird diese Transformation deutlich. Richard zieht sich zurück und schaut aus der Ferne zu. Er reduziert sich auf die Rolle des unterstützenden Vaters. Venus tritt im Alter von 14 Jahren ins Profitennis ein. 

Obwohl der Film durchaus gut durchdacht ist, hat er gewisse Längen, und scheint sich thematisch zu wiederholen. 

Die Schauspielerische Leistung

Will Smith ist exzellent in seiner Darstellung. Es ist eine der wenigen Rollen, für die er seinen gewohnten Will-Smith-Charme ablegen musste. Denn Richard Williams Persönlichkeit ist kantig und unangenehm, vermutlich geprägt von Armut, Gewalt und Diskriminierung.

Obwohl Smiths herausragende Leistung den Film dominiert, ist er nicht der König der Show. Aunjanue Ellis glänzt  als die vernünftige Mutter der Mädchen, die immer wieder Kraft findet, ihrem Ego-Mann zu trotzen. 

Für seine Performance in KING RICHARD wurde Will Smith u.a. mit dem Screen Actors Guild Award und dem Golden Globe Award sowie dem Oscar als „Bester Hauptdarsteller“ ausgezeichnet. Der Film wurde mit 6 Oscar-Nominierungen geehrt.  

Fazit: Der Film ist gut, überzeugt mich aber nicht komplett. Daher gibt’s von mir 7 von 10 Punkten. 

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KING RICHARD ist ab 19. Mai 2022 als DVD, Blu-ray und 4K ULTRA HD erhältlich. Digital bereits ab 10. Mai 2022 verfügbar.

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