Ms. Marvel

Ms. Marvel – Review

Young Avengers Assemble! Nach Billy und Tommy Maximoff, Kate Bishop und America Chavez folgt nun Kamala Khan! Und Kamala trägt dabei eine unfassbar wichtige Rolle im Großen und Ganzen des MCU, aber dazu unten mehr. Die neue Marvel Serie MS. MARVEL könnt ihr ab dem 8. Juni bei Disney+ sehen. Ich durfte vorab sogar mit den Darstellern Rish Shah und Iman Vellani schwatzen!

Zum Inhalt von Ms. Marvel

Kamala Khan ist eine muslimisch-amerikanische Teenagerin, die in Jersey City aufwächst. Als begeisterte Gamerin und Verfasserin von Fan Fiction ist Kamala Superhelden-Fan mit einer blühenden Fantasie – vor allem, wenn es um Captain Marvel geht.

Allerdings hat Kamala das Gefühl, in der Schule und manchmal auch zu Hause nicht so recht reinzupassen. Aber nur, bis sie Superkräfte bekommt wie die Helden, zu denen sie immer aufgesehen hat. Das Leben ist besser mit Superkräften, oder?

Meine Review

Ich habe seitdem ich 15 Jahre alt war leidenschaftlich gecosplayed. Hinter den Kulissen, in der Jury und auf der Bühne, war ich bei Cosplay-Wettbewerben dabei. Und selbst wenn es mir persönlich dabei mehr um den künstlerisch-kreativen Aspekt ging – ein wenig identifiziert hat man sich mit seinem Cosplay immer. Auch Captain Marvel hab ich dabei schon verkörpert. 

Deswegen war ich natürlich voll dabei, als Kamala unbedingt auf die Avengers Con wollte. Da bekam ich gleich auch wieder richtig Bock! Ähnlich wie mir wird es vielen Fans gehen. Denn Ms. Marvel ist vor allem eine Serie, die Repräsentanz und Identifikationspersonen bietet.

Marvel schafft Repräsentanz

Fan-Service hat leider oft einen leicht negativen Touch, dabei meine ich das alles andere als negativ. Ich finde Fan-Service eigentlich ganz toll, zumindest wenn es nicht übertrieben wird. Bei MS. MARVEL nun reichen sich Fan-Service und Repräsentanz die Klinke. Nicht nur die Geeks und Cosplayer fühlen sich hier angesprochen, sondern vor allem die zahlreichen muslimischen und andersgläubigen POC welche zuvor einfach noch massiv unterrepräsentiert waren.

Vor kurzem erst sahen wir in Moon Knight mit May Calamawys Scarlet Scarab die erste ägyptische Superheldin des MCU. Ebenso stellte Moon Knight selbst als jüdischer „Held“ ein Novum dar. Er tauchte dabei zuerst 1975 in den Comics auf und existiert daher schon eine Weile.

Ganz anders erging es da Kamala. Sie tauchte erst 2013 zum ersten Mal in einem Comic-Heft auf! 2013! Das sind 12 Jahre nach 9/11. 12 Jahre, die gerade muslimische Menschen unfassbar viel Hass und Intoleranz abbekamen. Erst 12 Jahre nach diesem traurigen Datum, traute sich Marvel, die Welt daran zu erinnern, dass Muslime Menschen wie du und ich sind und ebenso Repräsentanz in den Medien verdienen. 

Gerade für junge muslimische Mädchen und andere WOC gibt es genügend Hürden in der realen Welt – warum sollten eine fiktive Welt dies nicht besser machen können?

Super-Gen-Z 

Vom Look und Feel her zielt die Serie deutlich auf ein junges Publikum ab. Dafür spricht nicht nur die Teenage-Protagonistin. Ihre Gedanken haben buchstäblich freien Lauf und fliegen in Form von animierten Grafiken durchs Bild. Ob ihre Traumvorstellung davon wie ihr Idol Captain Marvel zu sein, oder aber ihre Verliebtheit in den hübschen neuen Typen in der Nachbarschaft, der noch dazu Interesse an ihr zeigt!

Was bei allen Mitgliedern der baldigen Young Avengers außerdem eine starke Rolle spielt, ist, dass diese alle durch die vorherigen Helden geprägt waren. Statt also aus Ehre am eigenen Land, brutalem Training oder jahrelangem wissenschaftlichen Antrieb irgendwie da gelandet zu sein, wo sie sind, handelt es sich bei diesen Helden um Teenager wie ich und du (*hust* oder Junggebliebene….), die diesen Helden nachstrebten. Die sie anhimmelten und wie sie sein wollten – und dann erhalten sie urplötzlich diese Chance. Das bietet natürlich ein ganz anderes Gesamtbild, wie auch andere Motivationen. Und bietet mehr Identifikationsfläche. 

Mein Fazit zu MS. MARVEL

Die neue Marvel Serie MS. MARVEL stellt einen tollen Einstieg für Kamala dar. Die Charaktere sind sympathisch und die Story weiß einen in den Bann zu ziehen.

Ms. Marvels Orgin-Story unterscheidet sich hier leicht von den Comics. Das liebt vermutlich in erster Linie daran, dass das MCU die Existenz von Agents of SHIELD weitestgehend ignoriert. Ursprünglich bekam Kamala ihre Kraft nämlich durch die dort aufgegriffene Terreginese. Somit sollten auch Comic-Leser noch etwas überrascht werden.

Ich gebe für einen soliden Staffelauftakt 9/10 Punkten!

 

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